Jagdverband Senftenberg

Mensch und Jagdhund - ein starkes Team

Intensivtraining für Sie und Ihren Jagdhund
von Samstag, den 02.09.2017 (Anreisetag) bis Samstag den 09.09.2017 (Abreisetag)

mit Andrea Kühne und "Pikus" Terrier Bockbein
weitere Info: hier

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17.12.2016 | Wolfsopfer

Traurige Jagderfahrung

Ein Augsburger Grünrock nahm an einer Elchjagd in Schweden teil. Wieder zu Hause angekommen berichtete er von einem Erlebnis, das auch für Hundeführer in Deutschland immer mehr Bedeutung haben wird.
© privat

Hündin Ämmy
Die Reste von Hündin 'Ämmy'.

Der Vorfall ereignete sich bei einem Trieb Mitte Oktober in der Provinz Värmland. Per GPS bemerkte einer der Jagdteilnehmer, dass sich seine Zuchthündin der Rasse Petit Basset Griffon Vendéen seit einer Dreiviertelstunde nicht mehr bewegt hatte. Die Jagd wurde daraufhin abgebrochen und der Hund, beziehungsweise vielmehr die Überreste, über den Halsband-Sender gefunden. Einem einzelnen Wolf wurde die Attacke zugeschrieben, er hatte 700 Meter von der Ortschaft Hagfors entfernt zugeschlagen.

In Schweden und in Norwegen kommt es immer wieder zu Zwischenfällen dieser Art. Die nordischen Jäger haben dafür eine interaktive Übersichtskarte (siehe unten) mit von Wölfen getöteten Jagdhunden eingerichtet. Allein in Schweden wurden demnach in diesem Jahr schon elf Vierbeiner gerissen, 2015 sollen es 22 gewesen sein. Wenn vor Elchjagden Isegrim in Treiben bestätigt werden, setzen mittlerweile viele Waidmänner ihre Hunde nicht mehr ein. Eine Konsequenz, die wir auch bald in Deutschland beobachten werden?

Sigrid Krieger-Huber/BS


http://svenskjat.se/start/nyhet/vargdodade-hundar/


23.08.2016 | Unfall bei der Nachsuche
A.H.

Jäger und Hund von Keiler schwer geschlagen

Am Montagmorgen rückte ein Nachsuchengespann im Zollern-Alb-Kreis (Baden-Württemberg) aus, um ein in der Nacht von einem Jäger beschossenes Stück Schwarzwild zur Strecke zu bringen. Die Nachsuche endete für den Nachsuchenführer in der Unfallklinik.
Das ist er: Der inzwischen verendete Keiler konnte von einem Nachsuchengespann der KJV Tübingen später gefunden werden.
Der genaue Hergang ist noch nicht ermittelt. Fakt ist jedoch, dass Jäger und Hund von dem inzwischen verendet aufgefundenen Keiler übel zugerichtet wurden. Der Nachsuchenführer erlitt durch das Gewaff der Sau großflächige Schlagwunden an beiden Beinen. Der Hund, ein BGS von Klub Bayerischer Gebirgsschweißhunde, trug ebenfalls tiefe Schmisse an beiden Keulen außerhalb der Schlagschutzweste davon. In einer dramatischen Rettungsaktion konnte der Nachsuchenführer gefunden und geborgen werden. Es war ein Kampf gegen die Zeit. Wie es aus dem Umfeld des Mannes gegenüber der Redaktion heißt, dauerte es wohl über eine Stunde bis der Verletzte gefunden war. Der Blutverlust war erheblich, ehe ein Helikopter ihn in eine Unfallklinik bringen konnte, wo er operiert worden ist.
Der Nachsuchenführer gilt in Fachkreisen als erfahren, mit jahrzehntelanger Praxis. Obwohl das genaue Geschehen noch nicht klar ist, könnte der Rüdemann es seinem Hund verdanken, den Vorfall überlebt zu haben. Nachsuchen-Kollegen vermuten, dass der scharfe BGS die Sau dazu gebracht hat, von dem Mann abzulassen.
Ein zweites Gespann der KJV Tübingen konnte nach der Rettungsaktion den mittlerweile verendeten Schwarzkittel auffinden. Der Keiler war weich getroffen und und ist an diesem Weidwundschuss verendet.
Das Beispiel zeigt wieder einmal, dass mit angebleitem Schwarzwild nicht zu spaßen ist und auch Erfahrung nicht vor bösen Überraschungen schützt. Dies gilt es gerade in diesen Tagen zu berücksichtigen, wo Erntejagden in großer Zahl anstehen, die nicht selten zu ad-hoc-Nachsuchen führen. Bei der Vorbereitung derartiger Jagden müssen geeignete Nachsuchengespanne mit eingeplant und organisiert werden.