Jagdverband Senftenberg

Hundearbeit im Wolfsgebiet

Die überarbeitete Version des DJV-Flyers "Hundearbeit im Wolfsgebiet" ist ab sofort erhältlich. Sie enthält Verhaltenstipps für die Jagd, informiert über Vorsichtsmaß­nahmen und gibt Hinweise zu Versicherungsfragen.
(Berlin, 17. April 2018)

- Flyer

- Pressemeldung

Ranzzeit beim Wolf

Der LJV gibt folgende Hinweise zur derzeitigen Ranzzeit bei Isegrimm bekannt:
Text vom 11.01.2016

Nach Forderung von Schmidt Hendricks gegen Abschuss von Wölfen
Schießen oder schützen? Nachdem Landwirtschaftsminister Schmidt gefordert hatte, Wölfe teilweise zum Abschuss freizugeben, bekommt er nun Widerspruch von Umweltministerin Hendricks.
10.01.2017

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ist Forderungen entgegengetreten, Wölfe in Deutschland in begrenzter Zahl zum Abschuss freizugeben. Hendricks reagierte unter anderem auf eine Äußerung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Er hatte sich für eine „begrenzte Abschussfreigabe“ ausgesprochen.

Hendricks sagte den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ (Mittwochausgabe): „Die Entnahme einzelner Wölfe, die zum Beispiel immer wieder geschützte Nutztiere erbeuten oder sich dem Menschen gegenüber auffällig verhalten, ist ja bereits erlaubt. Die geltende Rechtslage zum jetzigen Status des Wolfs reicht dafür völlig aus.“ Die Ministerin betonte: „Eine wie auch immer beschränkte Abschussfreigabe ist gar nicht erforderlich."

„Wir sind an einen Punkt angekommen, an dem gehandelt werden muss“

Schmidt hatte die beschränkte Abschussfreigabe für Wölfe mit dem Verweis darauf gefordert, dass der Wolf in Deutschland keine natürlichen Feinde habe. „In einem dicht besiedelten Land wie bei uns müssen der Ausbreitung Grenzen gesetzt werden“, hatte Schmidt der „Passauer Neuen Presse“ gegenüber gesagt: „Mir scheint, wir sind an einen Punkt angekommen, an dem gehandelt werden muss.“
In anderen Ländern gebe es bereits eine Obergrenze für die Zahl der Wölfe und eine beschränkte Abschussfreigabe. „So etwas brauchen wir auch in Deutschland“, so Schmidt. Der Wolf sei kein jagdbares Wild, aber eine Regulierung des Bestandes müsse möglich sein. „Es geht nicht darum, den Wolf wieder aus Deutschland zu vertreiben. Wir müssen ihn einhegen“, forderte der CSU-Politiker. Beim Schutz der Landwirtschaft und der Viehhaltung vor „Problemwölfen“ müssten Bund und Länder gemeinsam vorgehen.
Lange Zeit gab es keine Wölfe in Deutschland. Nun steigt ihre Zahl wieder. Im abgelaufenen Monitoring-Jahr 2015/2016 waren es laut Bundesamt für Naturschutz 46 Rudel, 15 Paare und vier sesshafte Einzeltiere. In vielen europäischen Staaten und auch in Deutschland sind Wölfe streng geschützt. Das bedeutet, dass sie weder getötet noch verletzt werden dürfen. Bei Missachtung drohen hohe Geld- und sogar Haftstrafen.

Quelle: hepo./dpa
___________________________________________________________________________

CDU-Politiker fordern Abschuss von Wölfen
17.01.2017, 17:49 Uhr | dpa

Detlef Radke. Detlef Radke (CDU), Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Foto: Nestor Bachmann/Archiv (Quelle: dpa)
Im Streit um die Ausbreitung des Wolfes fordern CDU-Politiker eine Begrenzung der Raubtier-Population. "Wir wollen den Wolf nicht ausrotten, aber wir wollen, dass er keine Bedrohung darstellt", erklärte der CDU-Umweltpolitiker Detlef Radke am Dienstag. Bislang ist der Wolf streng geschützt und darf nicht gejagt werden. Radke sprach sich dafür aus, den Schutzstatus auf EU-Ebene anzupassen. Der Wolf sei nicht vom Aussterben bedroht, bedrohe aber selbst vom Aussterben bedrohte Tierarten in Europa.
Nötig ist aus Sicht des CDU-Agrarexperten Guido Heuer zudem mehr Unterstützung für die Tierhalter. "In Gebieten mit Wolfsvorkommen wird die Weidetierhaltung durch zusätzlichen Aufwand für den Herdenschutz in Frage gestellt", erklärte Heuer.
Im vergangenen Jahr rissen Wölfe in Sachsen-Anhalt mehr als 70 Schafe. Im Januar traf es einen Schäfer in der Börde bei Haldensleben zum wiederholten Mal. Umweltschützer mahnen dagegen zur Besonnenheit. Allerdings fordern auch sie mehr Unterstützung für Tierhalter und ein besseres Konzept der Politik. Die CDU will für die kommende Landtagssitzung Anfang Februar eine aktuelle Debatte zum Thema Wolf auf die Tagesordnung setzen.

Jägerverband: Konzept bei Rückkehr des Wolfes fehlt
02.01.2017, 11:28 Uhr | dpa

Die Jäger werfen Naturschützern und Politikern bei der Rückkehr des Wolfes Planlosigkeit vor. "Die Zahl der Konflikte im ländlichen Raum nehmen deutlich zu", sagte der Geschäftsführer von Sachsen-Anhalts Jagdverband, Wilko Florstedt, der Deutschen Presse-Agentur. Es fehle ein bundesweites Konzept, eine Zielgröße, wie sich der Wolfsbestand entwickeln soll.Mehr als 70 Schafe wurden im vergangenen Jahr von Wölfen getötet - allein in Sachsen-Anhalt. In Brandenburg und Sachsen sieht es nicht anders aus. Florstedt warnt, bei vielen Tierbesitzern rege sich großer Unmut. Die Akzeptanz für den Wolf schwinde.
Wölfe waren in Deutschland lange ausgerottet. Inzwischen gibt es bundesweit wieder 46 Wolfrudel und 15 Wolfspaare. Von Jägerseite wird immer wieder auch ein Abschuss ins Spiel gebracht, um die Bestände zu regulieren.
Naturschützer mahnen trotz steigender Zahlen zur Besonnenheit. Der Wolf erobere sich Lebensräume zurück, weil er nicht mehr gejagt werden darf, sagte Christiane Schröder vom Naturschutzbund (Nabu) Brandenburg. Ist ein Revier durch ein Rudel besetzt, finde dort auch keine weitere Ansiedlung statt. Auch das Bundesumweltministerium betonte, eine Regulierung der Wolfsbestände sei nicht nötig. Macht ein Wolf wiederholt Probleme, darf er bereits nach geltendem Recht geschossen werden.

Bundesregierung uneins über Umgang mit Wölfen. Ein Wolf in seinem Gehege im Wildpark Schorfheide in Groß Schönebeck (Quelle: dpa)

Regierung uneins über Umgang mit Wölfen
11.01.2017, 06:25 Uhr | dpa

Ein Wolf in seinem Gehege im Wildpark Schorfheide in Groß Schönebeck (Quelle: dpa)

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist Forderungen entgegengetreten, Wölfe in Deutschland in begrenzter Zahl zum Abschuss freizugeben.Hendricks reagierte unter anderem auf eine Äußerung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Er hatte sich für eine "begrenzte Abschussfreigabe" ausgesprochen.
Ministerin hält Gesetzesänderung nicht für nötigHendricks sagte den Dortmunder "Ruhr Nachrichten": "Die Entnahme einzelner Wölfe, die zum Beispiel immer wieder geschützte Nutztiere erbeuten oder sich dem Menschen gegenüber auffällig verhalten, ist ja bereits erlaubt. Die geltende Rechtslage zum jetzigen Status des Wolfs reicht dafür völlig aus." Die Ministerin betonte: "Eine wie auch immer beschränkte Abschussfreigabe ist gar nicht erforderlich."
Lange Zeit gab es keine Wölfe in Deutschland. Nun steigt ihre Zahl wieder. Im abgelaufenen Monitoring-Jahr 2015/2016 waren es laut Bundesamt für Naturschutz 46 Rudel, 15 Paare und 4 sesshafte Einzeltiere. Darüber, ob die Tiere geschossen werden dürfen, streiten Tierhalter, Jäger und Tierschützer.

Mail vom Donnerstag, 5. März 2015

Ein sehr guter Text
einfach mal lesen

Beiträge zur Jagd-und Wildtierforschung, Bd.39 (2014)

Lassen sich Großraubtiere in bewohnter Kulturlandschaft halten?

Ein Beitrag von Prof.Dr.em.Valerius Geist
University of Calgary

Kommentar:
Der Artikel vereinfacht die Problematik aus meiner Sicht ziemlich stark, spricht aber auch deutlich die zu erwartenden Probleme an: Gewöhnung und Fütterung. Und es stimmt schon, dass man sich rechtzeitig Gedanken machen sollte, wenn die hinlänglich bekannte Kurvenfolge im Beute/Räuberverhältnis stark zu Gunsten der Beutegreifer explodieren sollte. Gegenwärtig sehe ich da aber (noch) kein Problem. Bei DEN Wildbeständen...
Stutzig haben mich in den letzten Tagen aber zwei Dinge gemacht: Im Internet geistert ein Film aus dem Raum Hamburg (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Auge-in-Auge-Gegenueberstellung-in-Wolfs-Revier-,wolf1146.html), wo mehrere Wölfe zwar in definierter Entfernung aber ohne große Scheu zu beobachten waren. Und letzte Woche war eine Jägerin hier bei mir, die mir ein ähnliches Video mit zwei Wölfen aus ihrem Revier an der Berliner Stadtgrenze zeigte. War aus dem Auto gefilmt, aber auch hier hatten die Wölfe wenig Respekt. Würde sich mit der Aussage von der Gewöhnung in dem Artikel decken.
Ich denke, man sollte weiter beobachten und niemandem verbieten schlauer zu werden. Bisherige Erfahrungen können sich eben auch ändern und niemand hat immer sowie auf Dauer recht.
Gruß
(Verfasser der Red.bekannt)